1839 / 40

Cannabis wird durch den Chemieprofessor William O'Shaugnessy in der westlichen Welt als Medizin eingeführt (die "Volksmedizin" kannte das Kraut allerdings schon längst) Er veröffentlichte einen Artikel über die medizinische Anwendung der Droge als Analgetikum bei Rheuma und bei Kindern mit schweren Krampfzuständen und bei der Tetanusinfektion. Durch seine Arbeit, die er für die britische »East India Company« 1839 Cannabistinktur erforscht und hergestellt hatte, erledigten sich die Dosierungsschwierigkeiten beim Medizinalhanf.

Das englische Parlament beauftragte 1839 eine Kommission mit einer Untersuchung über die Auswirkungen des Hanfgebrauchs in der indischen Kolonie. Das Ergebnis erschien 1894 und umfaßt sieben Bände mit 3281 Seiten. Nach einer systematischen Untersuchung von 1200 Personen kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass der Gebrauch der Droge im wesentlichen unschädlich ist. Der Exzess sei auf Müßiggänger und liederliche Menschen beschränkt.

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