1895

Der geniale Jugendstil-Graphiker Aubrey Beardsley schwärmt in einem Brief an Oscar Wilde, dass er "alle geistige Nahrung" aus dem Cannabis-Extrakt beziehe
(Die in der Blütezeit des europäischen Cannabisgebrauchs entstandenen Jungendstil-Graphiken erleben nicht von ungefähr eine Renaissance in der Hippie-Zeit)

Merck bringt ein neues, aus blühenden Zweigspitzen des Hanfs hergestelltes "Extractum Cannabis indicae aquosum fluidum" auf den Markt und preist es als hustenlinderndes Mittel bei Tuberkulose an. Außerdem sei es ein ideales Beruhigungsmittel, speziell empfohlen zur Anwendung bei Kindern. Im Prospekt werden lobend die "die außerordentlich schätzenswerthen stimulierenden und erheiternden Eigenschaften" hervorgehoben.

1896  Die rituelle Cannabis-Verehrung hat auch die Dresdener Hof-Oper erfasst: "Haschisch" wird uraufgeführt.

1898  In Mexiko wird Hanf zur Volksdroge