Das 19. Jahrhundert - allgemein

Zu Beginn des 19.Jhdt. ist das Hanfrauchen in Europa weit verbreitet. Das Volk raucht "Kraut" (vorwiegend Hanf) oder "Orient", bzw. "starken Tobak" (Hanf/Tabak-Mischungen). Die Rauchsprüche aus dieser Zeit lesen sich entsprechend: "Rauch nit zuviel Orient, weil Dich sonst der Schädel brennt" "Misch nicht Orient und Bier, sonst werden Deine Träume wirr" (Inschriften auf Tabakdöschen anfangs 19. Jahrhundert)

Wegen stetiger Verbreitung des Tabaks verliert Hanf im Verlauf des 19. Jahrhunderts als Pfeifeninhalt allmählich an Bedeutung und wird zum "ArmZitat von einer Tabaksdose im Barocke-Leute-Kraut" degradiert (Hanf/Tabak-Mischungen werden noch bis 1925 verkauft). Anders in Bohèmekreisen und in der Oberschicht, wo Cannabis in Form von Haschisch als Vergnügungsdroge einen wahren Boom erlebt (die Schilderungen der Haschisch-Erlebnisse aus der französischen Schickeria lassen allerdings oft die Mitanwesenheit von Opium vermuten)