1996 Teil II

Anfangs Sommer lanciert eine Wädenswiler Brauerei das erste Hanfbier (mit 5.8% Alkohol) der Schweiz. Der Erfolg ist so gross, dass der Brauer für die Produktion andere Braustätten einbeziehen muss. Der Export nach Deutschland scheitert allerdings am deutschen "Reinheitsgebot" (ein analoges deutsches Produkt kommt im Herbst heraus, darf aber weder als "Bier" angepriesen, noch in den üblichen 33cl Bierflaschen vertrieben werden). Im Herbst erteilt die EMPA dem Vollwaschmittel "Sativa" seinen Prüfstempel.

An mehreren Orten in der Schweiz entstehen (illegale) Coffee-Shops, in denen Haschisch mehr oder weniger offen über die Theke gehandelt wird.

Niederlande: Aufgund des Drucks aus der EU (vornehmlich Frankreich) sieht sich Holland genötigt, die Coffeeshop-Bestimmungen zu verschärfen. Die "tolerierte Menge" wird von 30 auf 5g Haschisch gesenkt. Im Gegenzug erhalten Coffeeshopbetreiber (endlich) die Bewilligung, ein Lager zu halten (bis 1/2 Kilo).
Frankreich tobt jedoch weiter gegen die Niederlande. Diese limitiert daraufhin die Anbaumenge für Eigenbedarf auf 4 Pflanzen pro Person.