1909 Alfred Kubin

Deutschland: "Alfred Kubins" Roman "Die andere Seite" wird gedruckt. Das "Buch" basiert - wie Kubin erklärt - auf Cannabis-Erfahrungen.

Bei vielen Menschen löst es Entsetzen, bei anderen pure Begeisterung aus. Es erzählt die Geschichte des Zeichners Kubin, der einer Einladung seines früheren Kindheitsfreundes Patera folgt. Er reist in das ferne „Traumreich“, dessen gott-gleicher Herrscher der Patera ist. Im „Traumreich“ leben seelisch und körperlich geschädigte Menschen in der Stimmung vergangener Zeiten, düster und lichtarm. Was anfangs der Stimmung Kubins entgegenkommt, die Existenz im Scheinreich der Träume, wird nach und nach zum Alptraum. Die Düsterheit, die ihn erst wie ein warmer Mantel geborgen hat, fängt an, ihm die Luft, die Lebensfreude zu nehmen. Depressionen plagen ihn. Er ersucht um eine Audienz bei Patera, doch als er sie erhält, liegt der väterlich-gottgleiche Freund im Sterben. Das System gerät aus den Fugen. Der führenden Hand beraubt, zerstören die Einwohner in orgiastischen Ausschreitungen das Traumreich. Kubin, der die Exzesse überlebt, gelangt innerlich ausgebrannt wieder in die äußere Welt, die Realität.